Berlin – Für viele Senioren ist der Alltag schon herausfordernd genug – doch die steigenden Spritpreise setzen besonders älteren Menschen wie Helga, 75, zu. Die Rentnerin aus Berlin erzählt, dass sie inzwischen genau überlegt, wann sie das Auto benutzt und wann sie lieber zu Fuß geht oder den Bus nimmt.
„Früher habe ich wöchentlich ein paar Fahrten erledigt, Einkäufe, Arztbesuche, Besuche bei Freunden. Jetzt überlege ich bei jeder Fahrt zweimal, ob es das wert ist“, sagt Helga. Für sie sei das Tanken inzwischen „ein echter Luxus geworden“.
Experten bestätigen: Senioren sind besonders betroffen, weil viele auf das Auto angewiesen sind, aber ein festes Einkommen haben. Auch soziale Kontakte leiden, wenn Fahrten eingeschränkt werden müssen.
Helga hat begonnen, Fahrgemeinschaften zu bilden und nutzt mehr öffentliche Verkehrsmittel. „Es ist nicht ideal, aber es geht“, sagt sie. Trotzdem hofft sie, dass die Politik Wege findet, die Belastung für Menschen wie sie zu verringern.
„Wir zahlen schon mit unserer Rente – und dann auch noch für jeden Liter Benzin extra. Das fühlt sich unfair an“, sagt Helga.
Steigende Spritpreise sind ein Thema, das viele Generationen betrifft, aber für ältere Menschen wie Helga sind die finanziellen und sozialen Folgen besonders spürbar.