Der süddeutsche Lebensmitteleinzelhändler Feneberg Lebensmittel GmbH, Partner des Edeka-Verbunds mit rund 75 Filialen und etwa 3.000 Mitarbeitern, hat Insolvenz angemeldet und befindet sich nun in einem Eigenverwaltungsverfahren.
Trotz der Insolvenz soll der Geschäftsbetrieb weiterlaufen, wodurch auch die Löhne der Beschäftigten zunächst gesichert sind. Die Geschäftsführung leitet das Unternehmen gemeinsam mit einem Sanierungsexperten weiter. Feneberg verfügt über ein Nachrangdarlehen von rund 20 Millionen Euro aus früheren Sanierungsrunden.
Als Hauptgründe für die Krise werden strukturelle Schwächen im Filialnetz, die Folgen der Insolvenz einer früheren Tochtergesellschaft und hohe Pensionsverpflichtungen von knapp 100 Millionen Euro genannt.
Ein neu eingesetzter Gläubigerausschuss begleitet das Verfahren, und bei einer kommenden Gläubigerversammlung soll über Forderungen und einen möglichen Insolvenzplan entschieden werden, der über die Zukunft des Unternehmens entscheidet.