WIEN – Der Andrang auf das Medizinstudium in Österreich bleibt ungebrochen: Insgesamt 16.880 Bewerberinnen und Bewerber haben sich heuer für den Medizin-Aufnahmetest (MedAT) angemeldet. Allein in Wien stellten sich 8.235 Personen dem Auswahlverfahren und kämpften um einen der begehrten Studienplätze.

Der MedAT gilt als das größte Aufnahmeverfahren des Landes. Mit dem österreichweit einheitlichen Test werden die Studienplätze für Human- und Zahnmedizin an den Medizinischen Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck sowie an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz vergeben. Insgesamt stehen 1.950 Studienplätze zur Verfügung – 50 mehr als im Vorjahr.

Die Prüfung dauert mehrere Stunden und verlangt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein breites Spektrum an Fähigkeiten ab. Neben naturwissenschaftlichem Grundwissen werden auch kognitive Kompetenzen, Textverständnis sowie sozial-emotionale Fähigkeiten getestet. Ziel ist es, jene Bewerber auszuwählen, die die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Medizinstudium mitbringen.

Trotz der hohen Zahl an Anmeldungen erscheint erfahrungsgemäß nicht jeder Kandidat zum Test. In den vergangenen Jahren lag die tatsächliche Teilnahmequote bei rund 80 Prozent. Dennoch bleibt die Konkurrenz groß: Auf einen Studienplatz kommen österreichweit mehrere Bewerber.

Der starke Andrang zeigt die anhaltend hohe Attraktivität des Arztberufs und des Medizinstudiums. Für viele Teilnehmer entscheidet das Ergebnis des MedAT über ihren weiteren Bildungsweg. Die Auswertung der Testergebnisse erfolgt in den kommenden Wochen, bevor die begehrten Studienplätze vergeben werden.

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