Ulrike Müller* ist 67 Jahre alt und arbeitet seit mehr als 20 Jahren in den städtischen öffentlichen Toiletten. Während viele in ihrem Alter bereits im Ruhestand sind, steht sie jeden Tag früh auf, um dafür zu sorgen, dass die Toiletten in der Innenstadt sauber und funktionstüchtig bleiben.

„Es ist harte Arbeit“, sagt Ulrike, während sie gerade die Sanitäranlagen am Marktplatz reinigt. „Manchmal kommen Leute in den frühen Morgenstunden oder spät in der Nacht, und es gibt immer etwas zu tun. Aber wir werden einfach nicht genug dafür bezahlt.“

Trotz des körperlich anstrengenden Jobs zeigt Ulrike Engagement und Stolz. Sie erzählt von den kleinen Begegnungen mit Passanten, die oft ihre Arbeit anerkennen, aber selten die Wertschätzung zeigen, die sie für diese Tätigkeit erwarten würde.

„Es geht nicht nur ums Putzen“, erklärt sie. „Wir sind auch Ansprechpartner, wir sorgen dafür, dass alles hygienisch bleibt, und manchmal helfen wir sogar Menschen, die in Not sind. Ich liebe meinen Job, aber eine gerechte Bezahlung wäre schön.“

Städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie Ulrike sind ein oft übersehener Teil des öffentlichen Lebens. Ihre Arbeit ist essenziell für Hygiene, Gesundheit und das tägliche Wohlbefinden der Bevölkerung – und doch fühlen sich viele, wie Ulrike, unterbezahlt und unterbewertet.

„Ich hoffe, dass die Leute verstehen, dass hinter diesen Türen echte Arbeit steckt“, sagt Ulrike zum Abschluss. „Wir verdienen Respekt und faire Löhne, genauso wie jeder andere auch.“

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