Marco ist 70 Jahre alt – ein Alter, in dem viele Menschen endlich das Leben ohne Arbeit genießen möchten. Doch für ihn sieht die Realität anders aus. Mit einer Rente von gerade einmal 860 Euro pro Monat reicht das Geld nicht, um Miete, Lebensmittel und die alltäglichen Kosten zu decken. Deshalb arbeitet Marco weiterhin – und das nicht in einem gemütlichen Büro, sondern in einem Lager, wo körperliche Arbeit und lange Schichten zum Alltag gehören.
„Ich hätte nie gedacht, dass ich mit 70 noch Kartons schleppen muss“, sagt Marco und lacht müde. „Aber ich habe keine Wahl. Die Rente allein reicht einfach nicht.“
Trotz der harten Arbeit zeigt Marco eine bemerkenswerte Einstellung. Kolleginnen und Kollegen schätzen seine Erfahrung und seine ruhige Art, die in hektischen Lagern oft Gold wert ist. „Er kennt das Geschäft besser als jeder andere“, sagt ein Kollege. „Und er beschwert sich nie, egal wie stressig es wird.“
Marcos Geschichte ist kein Einzelfall. Immer mehr ältere Menschen müssen trotz Rente weiterarbeiten, um über die Runden zu kommen. Experten warnen, dass steigende Lebenshaltungskosten und niedrige Renten viele Menschen zwingen, weit über das offizielle Rentenalter hinaus aktiv zu bleiben.
Für Marco ist die Arbeit nicht nur eine finanzielle Notwendigkeit, sondern auch ein Stück Lebensqualität. „Ich bleibe aktiv, treffe Menschen und habe etwas zu tun. Das hält mich jung – auch wenn die Knochen manchmal nicht mehr so mitmachen.“
Seine Geschichte zeigt deutlich: Für viele Senioren ist das Rentenalter keine Zeit der Ruhe, sondern ein neuer Abschnitt voller Herausforderungen – und für manche bedeutet das weiterhin harte Arbeit.
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