Sharia ist 33 Jahre alt und lebt seit einigen Jahren in Deutschland. Sie ist alleinerziehend und hat einen siebenjährigen Sohn, der an einer schweren neurologischen Erkrankung leidet. Für sie ist jeder Tag ein Kampf – nicht nur gegen die Krankheit ihres Kindes, sondern auch gegen die Einsamkeit und die bürokratischen Hürden, die das Leben in einem fremden Land mit sich bringt.
„Manchmal fühle ich mich, als würde ich gegen die Welt kämpfen – nur ich und mein Sohn“, erzählt Sharia mit zittriger Stimme. Die medizinische Versorgung ihres Sohnes ist komplex: Therapien, Arzttermine, Diagnosen – alles muss organisiert und koordiniert werden. Doch als alleinerziehende Mutter stößt sie schnell an ihre Grenzen.
In Deutschland gibt es Unterstützung für Familien mit kranken Kindern – von Krankengeld über psychosoziale Betreuung bis hin zu speziellen Förderprogrammen. Doch für Migrantinnen wie Sharia ist der Zugang oft erschwert: Sprachbarrieren, fehlende Netzwerke und mangelnde Informationen machen die Situation zusätzlich belastend. „Ich weiß nicht, an wen ich mich wenden soll. Manchmal rufe ich bei Behörden an und verstehe nur die Hälfte“, sagt sie.
Die Isolation und die Sorge um die Zukunft ihres Sohnes machen Sharia das Leben schwer. Sie erzählt von schlaflosen Nächten, endlosen Arztbesuchen und dem ständigen Gefühl, nicht genug tun zu können. Gleichzeitig spürt sie aber auch die Verantwortung, ihrem Kind Stabilität und Liebe zu geben. „Ich muss stark sein für ihn, auch wenn es mir selbst schlecht geht“, sagt sie.
Experten betonen, dass der soziale Zusammenhalt und gezielte Unterstützung für Familien mit schwer kranken Kindern entscheidend sind. Vereine, Selbsthilfegruppen und Migrantenorganisationen können helfen, ein Netzwerk aufzubauen, Informationen bereitzustellen und emotionale Unterstützung zu bieten.
Sharias Geschichte ist kein Einzelfall. Sie zeigt, wie herausfordernd das Leben für alleinerziehende Mütter mit kranken Kindern sein kann – besonders wenn sie sich in einem fremden Land durchschlagen müssen. Doch es ist auch eine Geschichte über Liebe, Verantwortung und den unermüdlichen Einsatz einer Mutter, die alles tut, um ihrem Sohn ein lebenswertes Leben zu ermöglichen.
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