Berlin – Emma, 34, sitzt an ihrem Schreibtisch in einem belebten Großraumbüro und seufzt. „Ich muss 40 Stunden pro Woche schaffen, während andere von zu Hause aus große Summen Geld verdienen“, sagt sie und schüttelt den Kopf.

Emma arbeitet in der Marketingabteilung eines mittelständischen Unternehmens. Sie beschreibt ihren Alltag als „streng getaktet“: Meetings, Deadlines, Projekte – alles nach einem festen Plan. Gleichzeitig sieht sie in den sozialen Medien Influencer:innen, Online-Trader:innen oder Selbstständige, die scheinbar mühelos hohe Einkünfte erzielen, ohne sich an die klassischen 40-Stunden-Wochen zu halten.

„Es fühlt sich oft ungerecht an“, erklärt Emma. „Ich investiere meine Zeit, gebe mein Bestes, aber die finanziellen Möglichkeiten scheinen einfach nicht dieselben zu sein.“

Das Phänomen, das Emma beschreibt, ist kein Einzelfall. Laut Studien haben viele Arbeitnehmer:innen das Gefühl, dass neue digitale Arbeitsmodelle Ungleichheit erzeugen: Während einige durch Investitionen oder digitale Geschäftsmodelle beträchtliche Summen verdienen, bleiben klassische Angestellte auf festen Gehältern sitzen – unabhängig von Leistung oder Engagement.

„Die Pandemie hat vieles beschleunigt“, sagt Arbeitsmarktexpertin Dr. Lena Fischer. „Remote-Arbeit und digitale Einkommensquellen haben neue Möglichkeiten geschaffen, aber sie bringen auch Vergleichsdruck und Frustration bei denen, die an traditionelle Strukturen gebunden sind.“

Emma selbst überlegt nun, wie sie ihre Situation ändern kann. „Vielleicht ist es Zeit, sich neue Wege zu überlegen – Weiterbildung, Nebenprojekte, digitale Einnahmequellen. Aber der Sprung ist groß und riskant.“

Für viele wie Emma bleibt die zentrale Frage: Wie schafft man Balance zwischen einem stabilen Einkommen und dem Wunsch nach finanzieller Freiheit, ohne sich von der scheinbar einfachen Welt der „Home-Office-Millionäre“ entmutigen zu lassen?

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