In Deutschland sorgt aktuell eine kontroverse Entscheidung für Diskussionen: Eine Mutter weigert sich, ihr fünf Monate altes Mädchen impfen zu lassen. Die Entscheidung stieß in sozialen Medien und bei Gesundheitsexperten auf massive Kritik.
Die Mutter begründet ihre Haltung mit persönlichen Überzeugungen und Bedenken hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen von Impfungen. „Ich möchte selbst entscheiden, was das Beste für mein Kind ist“, erklärte sie in einem Interview.
Gesundheitsexperten warnen jedoch, dass gerade Säuglinge im Alter von fünf Monaten besonders gefährdet für schwere Infektionskrankheiten wie Masern, Keuchhusten oder Diphtherie sind. „Impfungen schützen nicht nur das Kind selbst, sondern auch andere Kinder und Erwachsene, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können“, betont Dr. Anna Meier, Kinderärztin in Berlin.
Die öffentliche Reaktion auf die Entscheidung der Mutter war überwiegend negativ. Viele Nutzer kritisierten, dass persönliche Überzeugungen nicht über die Gesundheit des Kindes gestellt werden sollten. Andere wiederum verteidigten das Recht der Eltern auf freie Entscheidung in Gesundheitsfragen.
Rechtlich gesehen ist die Impfung in Deutschland zwar nicht verpflichtend, jedoch gibt es seit 2020 eine Masern-Impfpflicht für Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas und Schulen. Eltern, die diese Regelung nicht beachten, müssen mit Bußgeldern rechnen.
Die Debatte um Impfentscheidungen bei Säuglingen zeigt einmal mehr die Spannung zwischen individueller Freiheit und öffentlicher Gesundheit. Experten appellieren, sich umfassend über Risiken und Nutzen von Impfungen zu informieren und sich mit Kinderärzten auszutauschen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.
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