Monica (69) steht mit ihrem Einkaufswagen vor der Filiale von Lidl und schüttelt den Kopf. „Preise eben im Lidl sind nicht für Rentner gedacht. Zu teuer“, sagt sie verärgert. Die Rentnerin aus der Nachbarschaft beobachtet nach eigenen Angaben seit Monaten, dass ihr Wocheneinkauf immer teurer wird.

„Früher bin ich mit 30 oder 40 Euro gut ausgekommen. Heute reicht das vorne und hinten nicht mehr“, erzählt Monica. Besonders bei Grundnahrungsmitteln wie Brot, Milch, Obst und Gemüse spüre sie die Preissteigerungen deutlich. Auch Sonderangebote seien oft schnell vergriffen oder würden nur für bestimmte Marken gelten, die sie sonst nicht kaufe.

Mit ihrer Rente müsse sie genau rechnen. „Ich überlege inzwischen bei jedem Produkt zweimal, ob ich es wirklich brauche“, sagt sie. Spontane Einkäufe seien kaum noch möglich. Stattdessen greife sie häufiger zu günstigeren Alternativen oder verzichte ganz.

Monica steht mit ihrer Sorge nicht allein da. Viele Seniorinnen und Senioren berichten, dass steigende Lebenshaltungskosten ihren Alltag zunehmend belasten. Besonders Menschen mit kleiner Rente seien betroffen, da ihre monatlichen Einnahmen meist feststehen, während Preise schwanken oder steigen.

Trotz allem bleibt Monica pragmatisch. „Ich vergleiche jetzt mehr, gehe auch mal in andere Läden und schaue auf Prospekte“, sagt sie. Dennoch wünsche sie sich mehr gezielte Angebote für ältere Menschen. „Ein bisschen mehr Rücksicht auf Rentner wäre schön.“

Ob Discounter wie Lidl auf solche Stimmen reagieren, bleibt abzuwarten. Für Monica ist jedoch klar: „Einkaufen darf kein Luxus werden – schon gar nicht für Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben.“

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