In einem kleinen Vorort von München lebt die Familie Becker, die seit Generationen für ihre bodenständige Küche bekannt ist. Mutter Sabine, Vater Markus und die beiden Kinder Leonie (14) und Jonas (10) stehen fest zu einer gemeinsamen Überzeugung: „Wir werden niemals Veganer.“

Die Begründung der Beckers ist einfach und ehrlich: „Wir lieben gutes Essen und möchten uns nicht einschränken müssen“, erklärt Sabine beim Sonntagsfrühstück. Auf dem Teller landen Fleisch, Käse und Eier genauso selbstverständlich wie Gemüse und Obst. Markus ergänzt: „Für uns ist Essen auch immer ein Familienritual. Fleischgerichte gehören dazu, wir können uns nicht vorstellen, das komplett wegzulassen.“

Trotzdem zeigt die Familie Offenheit für Neues. „Wir achten schon darauf, woher unser Fleisch kommt. Regional und nachhaltig ist uns wichtig“, sagt Sabine. Leonie und Jonas dürfen auch mal vegane Gerichte ausprobieren, etwa in der Schule oder bei Freunden – „aber zu Hause wollen wir einfach die Gerichte essen, die wir lieben“, so Markus.

Ernährungsexperten sehen in Familien wie den Beckers eine typische Haltung: Viele Menschen schätzen die Flexibilität, die ihnen traditionelle Ernährung bietet, und empfinden vegane Ernährung oft als zu radikal oder einschränkend. Dennoch sei es wichtig, auf Qualität und Herkunft der Produkte zu achten, betont die Ernährungsberaterin Dr. Anja Müller.

Die Beckers stehen damit nicht alleine: Eine Umfrage des Bundesministeriums für Ernährung aus dem Jahr 2024 zeigt, dass rund 75 % der Deutschen den Verzicht auf tierische Produkte grundsätzlich interessant finden, aber nur etwa 2 % tatsächlich vollständig auf tierische Lebensmittel verzichten.

„Wir wollen nicht missionieren oder andere überzeugen“, sagt Sabine zum Abschluss. „Aber wir möchten zeigen, dass man auch mit traditionellen Essgewohnheiten bewusst und verantwortungsvoll leben kann – und dass es vollkommen okay ist zu sagen: Wir werden niemals Veganer.“

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