In einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen lebt die siebenköpfige Familie Schneider. Zwei Eltern, sieben Kinder – und ein permanenter finanzieller Kraftakt. Trotz staatlicher Leistungen wie Kindergeld, Wohngeld und ergänzender Unterstützung reicht das Geld am Monatsende oft kaum aus.
Die steigenden Lebenshaltungskosten treffen Großfamilien besonders hart. Miete, Strom, Lebensmittel, Schulmaterialien und Kleidung summieren sich schnell. Selbst mit sorgfältiger Haushaltsplanung geraten die Eltern regelmäßig unter Druck. Rücklagen zu bilden ist nahezu unmöglich.
Der Vater arbeitet Vollzeit im Niedriglohnsektor, die Mutter kümmert sich überwiegend um die Kinder, da Betreuungskosten für sieben Kinder kaum tragbar wären. „Wir wollen arbeiten und unabhängig sein“, sagt die Mutter, „aber die Realität holt uns jeden Monat ein.“
Hinzu kommt die soziale Belastung: Kinder bemerken, wenn Klassenfahrten oder Freizeitaktivitäten aus finanziellen Gründen nicht möglich sind. Die Eltern versuchen, ihren Kindern dennoch Stabilität und Zuversicht zu vermitteln.
Experten betonen, dass staatliche Leistungen zwar helfen, aber oft nicht mit der Inflation Schritt halten. Besonders kinderreiche Familien geraten dadurch zunehmend unter Druck.