Im Großraumbüro der Marketingagentur herrscht normalerweise ein geschäftiges, aber gut eingespieltes Miteinander. Tastaturen klappern, Telefone klingeln, und zwischendurch wird leise gelacht. Doch seit einigen Wochen sorgt ein ungewöhnlicher Neuzugang für Unruhe: ein kleiner Chihuahua namens Paco.
Seine Besitzerin, Frau Meier, bringt den Hund jeden Morgen mit zur Arbeit. Anfangs reagierten die Kollegen noch neugierig und sogar begeistert. Paco, kaum größer als eine Handtasche, wirkte mit seinen großen Augen und den aufgestellten Ohren fast wie ein lebendiges Stofftier. Doch der anfängliche Charme verflog schnell.
Denn Paco ist alles andere als ruhig. Kaum betritt jemand das Büro, beginnt er laut zu kläffen. Besonders wenn fremde Kunden hereinkommen oder ein Kollege nur kurz aufsteht, schlägt der kleine Hund Alarm, als würde er das Gebäude bewachen. Telefonate werden dadurch regelmäßig gestört, und konzentriertes Arbeiten fällt vielen zunehmend schwer.
Hinzu kommt, dass Frau Meier ihren Liebling oft frei im Büro herumlaufen lässt. Paco schnuppert an Taschen, läuft zwischen den Schreibtischen hindurch und hat sich sogar schon einmal auf einem Stapel wichtiger Dokumente niedergelassen. Einige Kollegen fühlen sich dadurch abgelenkt, andere sogar genervt.
Nicht alle trauen sich, offen etwas zu sagen. Schließlich möchte niemand als unsympathisch gelten oder Frau Meier vor den Kopf stoßen. Doch hinter vorgehaltener Hand wird das Thema immer häufiger diskutiert. Einige wünschen sich klare Regeln, andere sogar ein komplettes Hundeverbot im Büro.
Die Geschäftsleitung steht nun vor einer schwierigen Entscheidung. Einerseits möchte man ein modernes, mitarbeiterfreundliches Arbeitsumfeld bieten – dazu gehören in vielen Firmen mittlerweile auch Haustiere. Andererseits darf die Produktivität und das Wohlbefinden des Teams nicht leiden.
Ob Paco weiterhin Teil des Büroalltags bleibt oder bald wieder zu Hause bleiben muss, ist noch unklar. Sicher ist jedoch: Ein so kleiner Hund kann erstaunlich großen Einfluss auf die Arbeitsatmosphäre haben.