In einem Hochhaus in Bensheim (Hessen, Deutschland) lebt die 70-jährige Farida seit Monaten unter schwierigen Bedingungen. Der Aufzug in ihrem Wohnhaus ist seit inzwischen fünf Monaten defekt – eine Situation, die das Leben vieler Bewohner erschwert, für Farida jedoch besonders belastend ist.

Sie wohnt im 14. Stock. Jeder Weg aus der Wohnung und jede Rückkehr bedeutet für sie: 14 Stockwerke Treppensteigen, ohne Pause, ohne technische Hilfe. Was für viele nur eine kurze Unannehmlichkeit wäre, ist für die Seniorin eine tägliche körperliche Herausforderung.

„Am Anfang dachte ich, es wird schnell repariert“, sagt Farida. Doch aus Tagen wurden Wochen – und inzwischen Monate. Eine klare Lösung ist bislang nicht in Sicht.

Für eine 70-jährige Person ist das Treppensteigen eine erhebliche Belastung. Besonders nach Einkäufen oder Arztbesuchen wird der Weg nach oben zur Kraftprobe. Knie, Rücken und Kreislauf werden dabei stark beansprucht, und jede Stufe erfordert Geduld und Ausdauer.

Nachbarn berichten, dass Farida sich dennoch nicht aufgeben lässt. „Sie ist sehr stark, aber man merkt, wie anstrengend es für sie ist“, erzählt ein Bewohner aus einem unteren Stockwerk. Oft helfen andere ihr beim Tragen von Einkaufstaschen oder warten gemeinsam mit ihr auf den Treppenabsätzen.

Die Situation sorgt im Haus zunehmend für Unmut. Ein über Monate ausgefallener Aufzug in einem Hochhaus ist nicht nur ein Komfortproblem, sondern eine ernsthafte Einschränkung der Mobilität – besonders für ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Menschen.

Trotz Beschwerden bei der Hausverwaltung bleibt die Reparatur offenbar verzögert. Für Farida gibt es daher weiterhin keine Alternative: Jeden Tag steigt sie die 14 Stockwerke hinauf – langsam, vorsichtig und mit großer Anstrengung.

Ihr Alltag zeigt deutlich, wie abhängig das Leben in Hochhäusern von funktionierender Infrastruktur ist – und wie hart die Folgen sein können, wenn sie ausfällt.

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