Ursula, 60 Jahre alt, hat klare Vorstellungen davon, was gute Ernährung kostet. „Um sich richtig gesund und abwechslungsreich ernähren zu können, muss man wenigstens 3.500 Euro netto pro Person verdienen“, sagt sie. Für Ursula ist die Ernährung nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Qualität und Nachhaltigkeit.
Die Rentnerin betont, dass frische, regionale Lebensmittel, Bio-Produkte und eine ausgewogene Mischung aus Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch schnell ins Geld gehen. „Wer jeden Tag frisch kochen und auf Fertigprodukte verzichten will, merkt schnell, dass das seinen Preis hat“, erklärt sie.
Ursulas Aussage stößt auf gemischte Reaktionen. Einige finden ihre Zahlen überzogen, andere stimmen ihr zu und weisen darauf hin, dass viele Menschen trotz Arbeit nur wenig finanziellen Spielraum haben, um sich gesund zu ernähren. Laut aktuellen Studien geben Haushalte mit mittlerem Einkommen etwa 12–15 Prozent ihres Nettogehalts für Lebensmittel aus – und das deckt oft nur die Grundversorgung ab.
Ursula betont, dass ihr Appell vor allem ein Hinweis auf die gesellschaftliche Realität sei: „Gesunde Ernährung darf kein Luxus sein. Aber leider sieht die Realität oft anders aus.“ Sie fordert politische Maßnahmen, die gesunde Ernährung für alle erschwinglicher machen, etwa durch Subventionen für regionale Produkte oder Unterstützung für Haushalte mit niedrigem Einkommen.
Abschließend sagt Ursula: „Ich will niemandem Angst machen, aber man muss ehrlich sein: Wenn man wirklich gesund leben will, kostet das Geld – und das sollte für jeden erreichbar sein.“
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