Leo ist 19 Jahre alt und macht eine Ausbildung zum Bäcker in einer kleinen Backstube in seiner Heimatstadt. Während viele seiner Freunde noch schlafen, wenn der Wecker klingelt, ist für Leo der Tag schon lange begonnen: Um 4 Uhr morgens steht er jeden Werktag auf.

Draußen ist es noch dunkel und still, wenn Leo sich auf den Weg zur Bäckerei macht. Die Straßen sind leer, nur das leise Brummen eines Lieferwagens ist manchmal zu hören. In der Backstube wartet bereits der warme, aber anstrengende Alltag: Teig kneten, Brötchen formen, Croissants schichten und Backöfen bestücken – alles unter Zeitdruck, damit die Kunden am Morgen frische Ware bekommen.

Doch so wichtig seine Arbeit auch ist, die Bedingungen sind nicht leicht. Leo verdient für die vielen frühen Stunden und die körperlich harte Arbeit nur sehr wenig Geld. Oft fragt er sich, ob sich die Mühe wirklich lohnt. „Man steht mitten in der Nacht auf, arbeitet hart, und am Ende reicht das Geld kaum für Miete und Lebensmittel“, sagt er manchmal enttäuscht.

Trotzdem liebt Leo das Handwerk. Der Duft von frischem Brot, das Knistern der noch warmen Kruste und das Wissen, dass seine Arbeit anderen den Morgen versüßt, geben ihm auch Motivation. Doch die Freude allein macht die schlechte Bezahlung nicht wett.

Viele junge Menschen verlassen deshalb den Beruf früh wieder. Die langen Arbeitszeiten, die körperliche Belastung und der geringe Lohn machen das Bäckerhandwerk unattraktiv. Auch Leo überlegt manchmal, ob er später etwas anderes machen sollte.

Aber noch bleibt er – zwischen Mehl, Teig und dem frühen Morgenlicht – und versucht, das Beste aus seiner Situation zu machen.

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