In einer kleinen Stadt in Deutschland lebt die 59-jährige Yvonne Kaiser ein Leben, das für viele Menschen unsichtbar bleibt. Offiziell arbeitet sie gleich in drei verschiedenen Jobs – nicht aus Leidenschaft, sondern aus Notwendigkeit.
Der Tag von Yvonne beginnt früh am Morgen und endet oft spät in der Nacht. Zuerst arbeitet sie einige Stunden als Reinigungskraft in einem Bürogebäude. Danach geht es weiter in einen Supermarkt, wo sie an der Kasse einspringt. Am Abend übernimmt sie gelegentlich noch eine dritte Tätigkeit als Aushilfe in der Gastronomie.
„Ich mache das nicht, weil ich es will, sondern weil ich es muss“, sagt sie leise. Die steigenden Lebenshaltungskosten, Miete, Energiepreise und alltägliche Ausgaben lassen ihr kaum Spielraum. Trotz ihres vollen Arbeitspensums reicht das Einkommen oft nur knapp für das Nötigste.
Viele in ihrem Umfeld wissen nicht, wie angespannt ihre finanzielle Lage wirklich ist. Nach außen wirkt sie zuverlässig und stark, doch hinter der Fassade steckt eine Frau, die jeden Euro zweimal umdrehen muss.
Soziale Kontakte und Freizeit bleiben dabei fast vollständig auf der Strecke. „Für Hobbys oder Urlaub ist kein Platz mehr in meinem Leben“, erzählt sie. Selbst kleine Wünsche wie ein Restaurantbesuch oder neue Kleidung werden gut überlegt oder ganz gestrichen.
Yvonne Kaiser steht stellvertretend für viele Menschen, die trotz Arbeit kaum finanziell über die Runden kommen. Ihr Alltag zeigt, wie sehr Arbeit allein nicht immer vor finanziellen Sorgen schützt.