Elke Schramm ist 67 Jahre alt und lebt in Deutschland von einer gesetzlichen Rente, die sie nach jahrzehntelanger Arbeit erhalten hat. Doch statt eines sorgenfreien Ruhestands beschreibt sie ihre finanzielle Situation als belastend. „Am Monatsende bleibt mir fast nichts übrig“, sagt sie. „Alles ist teurer geworden – und die Rente reicht einfach nicht mehr.“

Wie viele Rentnerinnen und Rentner spürt sie die gestiegenen Preise für Lebensmittel, Energie und Miete besonders stark. Die Inflation sorgt dafür, dass ihr Geld im Alltag weniger wert ist als noch vor wenigen Jahren. Studien zeigen, dass viele ältere Menschen genau diese Entwicklung erleben: Die Kaufkraft der Rente sinkt, während die Lebenshaltungskosten steigen.

Elke Schramm erzählt, dass sie inzwischen sehr genau rechnen müsse. Beim Einkaufen lege sie Produkte wieder zurück ins Regal, wenn das Geld nicht reicht. „Früher habe ich nicht jeden Euro umdrehen müssen. Heute plane ich jeden Einkauf vorher“, sagt sie. Freizeitaktivitäten oder kleinere Anschaffungen seien kaum noch möglich.

Ihre Situation steht stellvertretend für viele Rentner in Deutschland. Untersuchungen zeigen, dass ein großer Teil der Bevölkerung aufgrund der Inflation weniger Geld für das Alter zurücklegen kann oder bereits im Ruhestand kaum finanziellen Spielraum hat.

Sozialverbände warnen seit Jahren vor zunehmender Altersarmut. Die gesetzliche Rente allein reiche oft nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu halten, besonders wenn keine zusätzlichen Rücklagen vorhanden sind. Elke Schramm bestätigt das aus eigener Erfahrung: „Man denkt, im Alter wird es ruhiger. Aber stattdessen wird jeder Einkauf zur Rechenaufgabe.“

Für sie ist klar: Die steigenden Preise haben ihren Ruhestand stark verändert. „Die Inflation frisst einfach alles auf“, sagt sie. „Von meiner Rente bleibt am Ende kaum etwas übrig.“

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