Berlin – Der Sänger Gil Ofarim steht im Zentrum einer öffentlichen Debatte, seit bekannt wurde, dass er in der kommenden Staffel der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ mitspielen wird. Zahlreiche Zuschauer und auch Kolleginnen im Camp äußern sich kritisch über seine Teilnahme.
Hintergrund der Kritik ist Ofarims Vergangenheit: 2021 hatte er behauptet, in einem Hotel aufgrund seines Davidsterns antisemitisch behandelt worden zu sein. Später stellte sich heraus, dass die Vorwürfe falsch waren, und Ofarim musste juristisch Verantwortung übernehmen. Viele Fans der Show sehen seine Dschungelcamp-Teilnahme deshalb als problematisch und rufen zu Boykotten auf.
Auch Mitcamper kritisieren ihn offen. Schauspielerin Nicole Belstler-Boettcher bezeichnete seine früheren Falschaussagen als „ganz übel“ und als Grund, dass er nicht Teil der Sendung hätte sein sollen.
RTL verteidigt dennoch die Entscheidung, Ofarim ins Camp zu holen, und betont, dass er Verantwortung übernommen habe und nun eine Chance zur Weiterentwicklung verdiene. Gil Ofarim selbst erklärte, er wolle im Camp authentisch bleiben und von seinen Erfahrungen lernen: „Ich kann nicht in die Vergangenheit gehen und Dinge ungeschehen machen. Was ich nur machen kann, ist aufstehen und von vorne anfangen.“
Die Debatte zeigt, wie stark Zuschauer moralische Verantwortung und Unterhaltungswert miteinander verbinden. Für viele Kritiker ist Ofarims Rolle im Dschungelcamp nicht nur ein TV-Auftritt, sondern ein Symbol dafür, wie mit Fehlverhalten in der Öffentlichkeit umgegangen wird.
Das könnte Sie auch interessieren: