In Köln wird das Thema Wohnraum zunehmend zur Belastungsprobe für viele Bewohnerinnen und Bewohner. Auch Jessica, 32 Jahre alt und seit mehreren Jahren in der Innenstadt lebend, macht ihrem Ärger über die steigenden Mietpreise Luft.
„Ich liebe Köln wirklich, die Stadt, die Leute, das Leben hier – aber die Mieten sind einfach nicht mehr normal“, sagt sie. Für ihre 55-Quadratmeter-Wohnung im Stadtteil Ehrenfeld zahlt sie inzwischen fast 1.100 Euro kalt. Vor fünf Jahren seien es noch rund 750 Euro gewesen.
Jessica beschreibt, dass sie mittlerweile einen großen Teil ihres Einkommens allein für die Miete aufwenden muss. „Am Ende des Monats bleibt kaum noch etwas übrig. Sparen oder mal spontan etwas unternehmen ist kaum möglich“, erzählt sie. Besonders frustrierend sei für sie, dass vergleichbare Wohnungen inzwischen noch teurer angeboten würden.
Der Wohnungsmarkt in Köln gilt seit Jahren als angespannt. Hohe Nachfrage, begrenzter Wohnraum und steigende Baukosten treiben die Preise weiter nach oben. Für viele junge Berufstätige, Studierende und Familien wird es dadurch immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden.
Jessica fordert deshalb mehr politische Maßnahmen: „Es muss mehr gebaut werden, aber vor allem günstiger Wohnraum. Sonst wird die Stadt für normale Leute irgendwann unbezahlbar.“
Trotz ihrer Kritik denkt sie jedoch nicht ernsthaft darüber nach, Köln zu verlassen. „Ich hoffe einfach, dass sich etwas ändert. Denn ich möchte eigentlich bleiben.“